XPath: local-name() – Erkenntnis des Tages 2010-08-11)

Wer viel mit XML und XPath arbeitet, wir sicher früher oder später nach einer Möglichkeit suchen ein Element unabhängig von seinem namespace suchen zu können.

XPath definiert dafür die Funktion local-name()
Sucht man besiepielsweise ein Element mit dem Namen bla in einem XML-Dokument. das einen namespace besitzt (auch default namespace!) kann man in Java folgenden Ausdruck verwenden
XPathExpression expr = xpath.compile("//*[local-name()=''bla'']");

Apache Commons IO (Erkenntnis des Tages 2010-08-09)

Wie oft steht man vor der Aufgabe, schnell mal ein Textfile in einen String einzulesen, um ein paar Überprüfungen bzgl. des Inhalts durchzuführen? Nichts leichter als das. Dank content assist tippt man sehr schnell:

StringBuilder fileContent = "";
FileReader fileIn = null;
BufferedReader buff = null;
try {
fileIn = new FileReader(fileName);

Halt!
Muss ich das wirklich selber machen???
Nö, denn dafür gibt es die apache commons-io lib.
Einfach ins Projekt integrieren und man kann sich viele lästige Dinge sparen.
Statt obigem Code schreibe ich jetzt nur noch

String str = FileUtils.readFileToString(filename);

Vorteil:
-sauber implementierter und getester Code für Routineaufgaben

Nachteil:
-zusätzliche Dependency 🙂

Neues Feature in testNG (Erkenntnis des Tages 2010-08-06)

Wer mit testNG arbeitet wird sicher ab und an auch testen, ob Exceptions korrekt geworfen werden.
Dies geht bekannterweise so:

@Test(expectedExceptions = SAXParseException.class)
public void testMyCodeWhichThrowsException{
...
}

Seit Version 5.10 gibt es zudem die Möglichkeit auch den Text der Excpetion per RegEx zu überprüfen:

@Test(expectedExceptions = SAXParseException.class, expectedExceptionsMessageRegExp = ".*Invalid content was found*"))
public void testMyCodeWhichThrowsException{
...
}

Ich bin nur durch Zufall auf diese Annotation gestoßen, da sie nur in javadoc jedoch nicht in der Hauptdokumentation aufgeführt ist. Der Entwickler ist aber bereits per Jira-Vorgang informiert.

Yoxos OnDemand (Erkenntnis des Tages 2010-08-05)

Yoxos OnDemand bietet die Möglichkeit sich online eine Eclipse-Distribution mit allen benötigten Plugins zusammenzustellen und dann herunterzuladen.
Zudem kann man einmal konfigurierte Distros als Template speichern und diese anderen zur Verfügung stellen.

Vorteile:
-spart das nervige Finden und Hinzufügen von Plugins über den Update-Mechanismus
-sinnvolle Konfigurationen können weitergegeben werden

Nachteil:
-für templates muss man sich (kostenfrei) anmelden
-derzeit noch nicht für Eclipse 3.6 Helios

Frage Deinen Chef öfter um Rat! – (Erkenntnis des Tages 2010-08-04)

Auch wenn es komisch klingen mag: Oftmals ist ein Chef auch und gerade deshalb Chef geworden, weil er mehr Erfahrung und Wissen auf einigen Gebieten hat, als seine Mitarbeiter. Was ist also falsch daran, in verzwickten Situationen auf dieses Wissen zurückzugreifen?
Eigentlich nichts! die einzige Hürde, die man überspringen muss, ist die, zuzugeben, dass man etwas nicht weiß. Deshlab sollte man den Rat vom Chef auch nur dosiert einholen 🙂

Vorteile:
-geht schneller, als eigene Lösung zu finden
-bessere Lösung / neue Aspekte
-vielleicht muss das Problem überhaupt nicht gelöst werden

Nachteil:
-kann eigene Problemlösungskompetenz in frage stellen, wenn zu häufig angefragt wird

Long Time, no Talk

Was mich derzeit bewegt (in aller Kürze)

  • Excess Pressure in neuer Besetzung: neuer Schlagzeuger & drei feste Gitarristen á la Iron Maiden
  • Vorbereitungen für das neue Album laufen!
  • Neue Engl Box am Start (e412VS) -> Killer!
  • Nextstep auf Maven2 portiert
  • Integrationsserver eingerichtet (Hudson inkl. findbugs, cobertura, etc.)

Demnächst wieder mehr und ausführlicher!

Steve Vai Masterclass – Alien Guitar Secrets

Für mich und weitere 74 Steve Vai Fans ging am Samstag, den 27.06.2009 ein Traum in Erfüllung. Im mittelfränkischen Gutenstetten hatte die Firma Meinl im Rahmen ihres Guitarfestivals eine Masterclass mit dem Meister höchstpersönlich organisiert. Gegen ein faires Entgelt von 150,- Euro konnten wir knapp vier Stunden mit Steve über seine Musik, seine Motivation, aktuelle Pläne und Ziele diskutieren.

“Fear of being famous” ?
Nachdem uns der Shuttlebus vom Festialgelände zum Hauptgebäude der Firma Meinl gebracht hatte und wir uns am Buffet mit Softdrinks und Butterbrezeln versorgen konnten, hechtet auch schon Mr. “Stunt Guitar” auf die Bühne, schnappt sich seine weiße JEM und begrüßt uns mit seinem virtuosen Spiel. Im Anschluß macht es sich Herr Vai auf einem Stuhl bequem und beginnt, aus dem Nähkästchen zu plaudern.

“Picking a Goal”
Steves Hauptanliegen ist es, uns aufzuzeigen, wie man sich sinnvoll die richtigen Ziele setzt, um diese dann diszipliniert anzugehen. Neben positivem Denken und Zeitmanagement erläutert der Wegbegleiter Zappas anhand von aktuellen Projekten seine Vorgehensweise, einmal gesteckte Ziele zu erreichen. Eine kleine Meditationsübung verdeutlicht uns, wie leicht es sein kann, seine Gedanken zu fokussieren.

“Relaxing is an Art”
Bei all der Strenge sich selbst gegenüber, was Pläne und Ziele betrifft, besteht Steve jedoch darauf, sich im wichtigsten Moment, nämlich beim Musizieren, zu entspannen. Das Beispiel seines Onkels, eines Leichtathleten, macht deutlich dass es oft zu besseren Ergebnissen führt, wenn man denkt, man gäbe nur 90%. Fokussiert bleiben, aber entspannt!

“Chords are like stories”
“Erzähl mir, was Du heute morgen gemacht hast.” fordert er einen Teilnehmer des Workshops auf. Und so erfahren wir, wie es für den Mann mit den unglaublich langen Fingern klingt, wenn er seine Gitarre sagen lässt: “Ich bin aufgestanden und ins Bad gegangen.” Schon sind wir mittendrin im Klanguniversum von Steve Vai.
Was auf den ersten Blick etwas schräg erscheinen mag, erweist sich dann aber als geniale Kreativtechnik, spätestens dann, als er den Partybericht eines anderen Anwesenden vertont. “Da warst Du dann aber ganz schön betrunken” teilt uns der Vibratoarm an Steves Gitarre mit. Humorvoll und eloquent geht Steve auch detailliert auf jede unserer Fragen ein. Man spürt deutlich, dass es ihm am Herzen liegt, zu motivieren, Hilfestellung zu geben und möglichst viele seiner Erfahrungen weiterzugeben.

“Focus on tone”
Für den einstigen Schüler von Joe Satriani benötigt gutes Gitarrenspiel zwei Zutaten: Technik und Emotion. Die Technik ist “schnell” gelernt. Langsam anfangen, auf korrektes Timing und Tonhöhe achten, elfmal wiederholen, dann schneller werden und so weiter. Weitaus wichtiger ist für den Ibanez Endorser das emotionale Engagement, das jeden Ton einzigartig macht. Er empfiehlt uns, unser Spiel immer und überall aufzunehmen, um ein konstantes Feedback über unseren Ausdruck zu bekommen, getreu dem Motto “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.”

“Jammin” with Steve”
Viel zu schnell gehen die angesetzten drei Stunden vorbei. Für manche vielleicht nicht schnell genug, steht doch am Ende der Masterclass das Jammen mit dem Little Italian Virtuoso auf dem Plan. Nun können die Nachwuchsvirtuosen live und im direkten Vergleich zum Meister zeigen, ob sie das Zeug dazu haben, irgendwann in seine Fußstapfen zu treten. Insgesamt sechs mutige Jünger betreten nacheinander die Bühne, um ein paar Runde zu drehen. Brav bedankt sich Steve nach jeder Runde bei seinen Mistreitern, die ausnahmslos mit leuchtenden Augen wieder die Bühne verlassen.

“Here I am”
Obwohl nach der Jamsession das Zeitkontingent massiv überzogen ist, bleibt Steve Vai ganz der Dienstleister, der erst zufrieden ist, wenn wir zufrieden sind. So bilden sich artig Schlangen vor der Bühne um Steve Autogramme zu entlocken. Fleißig signiert er ersteinmal den riesigen Stapel Teilnahmezertifikate, um danach seine Unterschrift auf allen mitgebrachten Devotionalien zu hinterlassen. Mit einem Foto und einem “Thank You, Steve!” endet dann diese Masterclass und wir werden mit dem Shuttlebus wieder zum Festialgelände zurückgefahren.

Ein großes Dankeschön an die Firma Meinl, die es geschafft hat diesen Weltklassemusiker in die Region zu holen und damit unsere Herzen höher schlagen zu lassen.
© by Rolf Jörn Bögeholz 2009

MEINL GUITAR FESTIVAL

Am Samstag, dem 27. Juni veranstaltet der Musikinstrumentdistributor Meinl das Meinl Guitar Festival.
Neben der Ausstellung von A- und E-Gitarren und zahlreichen Live-Performances bekannter Gitarristen gibt es als besonderes Schmankerl eine Masterclass mit dem Übergitarristen Steve Vai. Obwohl der Spaß mit 150 Tacken für 3 Stunden nicht übermäßig billig ist, habe ich mir mal vorsichtshalber ne Karte gesichert und sei es nur deshalb, um mich hinterher beklagen zu können 🙂
Wer “nur” das Festival besuchen will, ist schon mit VVK 22,- / AK 25,- dabei. Einlass ist um 11.00 Uhr, Beginn um 12.00 Uhr.
Werde nach absolviertem Besuch an dieser Stelle hier berichten!

Runter mit den Testlaufzeiten!

Wer der Meinung ist, dass die Ausführungszeiten von JUnit doch eigentlich vernachlässigbar gering seien, der möge sich Kent Becks neues Projekt JUnit Max zu Gemüte führen.
Das Konzept ist einfach wie genial: Wenn die Testdatei gespeichert wird, werden die geänderten Testfälle direkt ausgeführt.
Durch die Symbole für warning / error, die man aus der JAVA IDE kennt, werden die fehlerhaften Testläufe signalisiert.